Michael Saylor enthüllt: Rehypothekation als Hemmschuh für den Aufstieg des Bitcoin-Kurses!

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Michael Saylor: Rehypothekation als Bremsschuh für den Bitcoin-Kurs

April 15, 2026 – Trotz eines beeindruckenden Bitcoin-Allzeithochs von rund 126.300 US-Dollar im Oktober 2025 erlebte der führende Kryptowert eine deutliche Kurskorrektur auf 60.000 US-Dollar. Michael Saylor, Gründer des Investmentunternehmens Strategy, identifiziert neben dem bekannten Vier-Jahres-Hypezyklus vor allem ein strukturelles Problem, das die Kursentwicklung von Bitcoin ausbremst: die Rehypothekation von Bitcoin-Beständen.

Das Phänomen der Rehypothekation und „Schattenbanken“ im Krypto-Sektor

Saylor erklärt, dass aktuell Bitcoin im Wert von über einer Billion US-Dollar in einem sogenannten „Schattenbankensystem“ außerhalb des traditionellen Finanzsektors gehalten werden. Viele Anleger verleihen ihre Bestände an Dienstleister, um günstige Kredite zu erhalten. Diese Anbieter verwenden die hinterlegten Bitcoins jedoch häufig selbst als Sicherheiten für Leerverkäufe (Short-Selling).

Das Ergebnis dieser Praxis ist eine doppelte Belastung des Marktes: Bitcoins, die eigentlich aus dem Umlauf genommen werden sollten, gelangen durch die Weiterverpfändung wieder in den Handel zurück. Zum Beispiel führen 100 Milliarden US-Dollar an hinterlegten BTC zu einem faktischen Leerverkaufsdruck in gleicher Höhe. Diese sogenannten „Paper-Bitcoins“ erweitern das verfügbare Angebot künstlich und verhindern so, dass der Kurs sein volles Potenzial entfalten kann. Branchenkenner wie Eric Weiss schätzen, dass ohne diesen Mechanismus Bitcoin-Kurse theoretisch bereits bei 250.000 US-Dollar liegen könnten.

Brücke zum traditionellen Bankensystem als Ausweg

Saylor sieht die Lösung des Problems in der stärkeren Integration des klassischen Bankensektors. Sobald etablierte Großbanken wie JPMorgan Bitcoin großflächig als Kreditsicherheit akzeptieren, ohne diese Coins erneut zu rehypothekieren, reduziert sich der Verkaufsdruck signifikant. Anleger könnten konventionelle Kredite gegen ihre Bitcoin-Bestände aufnehmen, während sie die Coins sicher in sogenannten Cold Wallets lagern. Ein solcher Wandel könnte nicht nur den momentanen Druck auf den Kurs mindern, sondern auch zu einem Short-Squeeze führen, wenn Short-Seller ihre Positionen überstürzt eindecken müssen.

Strategy und die Zukunft mit „Digital Credit“

Aktuell hält Strategy über 780.000 BTC, deren Bestände laut Saylor nicht rehypotheziert werden dürfen und somit tatsächlich aus dem Umlauf genommen sind. Zudem bieten US-Spot-ETFs einen weiteren Schutz gegen solche Praktiken. Saylor hebt außerdem das Potenzial von „Digital Credit“ hervor, etwa durch Vorzugsaktien wie STRC, die eine Brücke zum globalen Anleihemarkt schaffen, der ein Volumen von über 300 Billionen US-Dollar umfasst.

Diese innovativen Finanzinstrumente ermöglichen es Unternehmen wie Strategy, Metaplanet oder Strive, über festverzinsliche Wertpapiere Kapital zu sammeln, um gezielt Bitcoin zu erwerben und so dem Markt Liquidität zu entziehen. Im laufenden Jahr kaufte Strategy bereits über 108.000 BTC, während durch Mining weniger als 50.000 neue Bitcoin neu entstanden sind.

Langfristiger Ausblick: Saylor bleibt bullish

Mit Blick auf die positive Entwicklung im Bereich institutioneller Finanzierungsmodelle und der Öffnung des traditionellen Bankwesens positioniert sich Michael Saylor weiterhin als überzeugter Bitcoin-Bulle. Er hält an seiner langfristigen Kursprognose von bis zu 21 Millionen US-Dollar je Bitcoin fest. Seiner Meinung nach werden strukturelle Veränderungen im Markt, insbesondere die Reduzierung der Rehypothekation von Bitcoin, den Weg für neue Rekordstände ebnen.


Aktuelle Marktdaten (Stand 15. April 2026):

  • Bitcoin (BTC): 73.751,97 USD (-1,08%)
  • Ethereum (ETH): 2.314,97 USD (-2,64%)
  • Solana (SOL): 82,82 USD (-3,73%)
  • PEPE: 0,0000035 USD (-3,04%)
  • Shiba Inu (SHIB): 0,0000058 USD (-1,05%)
  • Binance Coin (BNB): 612,89 USD (-0,82%)
  • Dogecoin (DOGE): 0,092 USD (-0,84%)
  • XRP: 1,35 USD (-1,16%)

Michael Saylor’s Einschätzung bringt wichtige Impulse für den Kryptowährungsmarkt, vor allem für Bitcoin-Investoren. Die Debatte um die Auswirkungen von Rehypothekation rückt zentrale Fragen über Liquiditätsmechanismen und Marktdynamiken in den Fokus. Anleger und Marktbeobachter sollten dieses Thema im Auge behalten, da es die zukünftige Kursentwicklung maßgeblich beeinflussen könnte.


Autor: Patrick Krauss, Krypto-Experte bei Cryptonews

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